Auf dem Weg in den Winterurlaub
Hinterzarten, 5. November 2011: Der Anschein trügt; noch sind die Wiesen grün, doch längst ist es Herbst geworden. Der erste Schnee ist gefallen, die Nächte sind mitunter bitterkalt. Obwohl Kälte an sich Kühen nichts ausmacht (siehe Infokasten rechts), haben sich Kathi und Poldi am 4. November gegen Mittag auf den Weg in den diesjährigen Winterurlaub gemacht.
Wohin die Reise geht, wissen wir nicht genau, warten aber gespannt auf Nachrichten aus dem Winterquartier.
Gerüchten zufolge ist Indien das Ziel - erstens, weil den Indern die Kühe noch heilig sind und zweitens soll das Gras sensationell sein ...
Die Kuh als Symbol der Langsamkeit
Diesen Winter haben sie in der Olympiastadt Cortina d'Ampezzo verbracht; dort ist die Skipiste Vitelli (ital. für Kälber) seit dem Winter 2010/2011 dem SLOW SKI gewidmet. »Dieser neue Ski-Trend entspricht der sich ausbreitenden Slow-Life-Philosophie, die zum Verweilen einlädt: SLOW SKI heißt, entspannt die Hänge hinab fahren, in aller Seelenruhe Pausen machen und die traumhafte Landschaft genießen.« So steht es auf der Intenetseite von cortinacube, wo es noch weitere interessante Details zum Thema SLOW SKI zu lesen gibt: www.cortinacube.it
Abschaffung des Kuh-Schildes
Seit 1. September 2009 werden in Deutschland im Zuge der Straßenverkehrsordnungsreform zahlreiche Verkehrsschilder abgeschafft, darunter auch das Gefahrenzeichen Nr. 140 - Viehtrieb und Tiere.
Eine sehr eigenwillige Sicht dieser Aktion wurde am 3.11.09 in der »tageszeitung« veröffentlicht: www.taz.de
Acht Kühe in Hinterzarten durch Blitzeinschlag getötet
Hinterzarten, 30. Juni 2009: Während eines der zahlreichen schweren Gewitter der letzten Tage suchten am frühen Nachmittag in Hinterzarten einige Kühe des Bio-Landwirts Ganter unter Fichten Schutz vor dem Starkregen. In eine der Fichten schlug der Blitz ein und tötete fünf tragende Kühe und drei Jungrinder.
Der Schaden für Johannes Ganter, dessen Betrieb erst vor kurzem die Anerkennung als ökologischer Landbaubetrieb nach den Bioland-Richtlinien erhalten hat, ist immens. Aber nicht nur der materielle Schaden zählt: "Wenn man die Tiere über Jahre groß gezogen und gepflegt hat, baut man auch eine Beziehung auf", sagt Johannes Ganter.
Bereits am 26. Juni hat ein Blitzschlag in Schluchsee-Blasiwald vier Rinder des Landwirts Götte in Blasiwald-Althütte getötet. Eine Mutterkuh mit ihrem zweieinhalb Monate alten Kalb und zwei eineinhalbjährige Rinder. Auch diese Tiere hatten Schutz unter einem Baum gesucht, in den dann ein Blitz einschlug.